Blende

Was ist die Blende?

Die Blende ist ein fotografischer Begriff, welcher die Öffnungsgröße des Objektives, durch die das einfallende Licht auf den Film bzw. heutzutage auf den Sensor trifft. In den meisten Kameras ist dafür eine kreisförmige, sich schließende Lamellengruppe eingebaut, welche ein Loch formen und sich je nach Objektivart komplett öffnen und fast komplett schließen lassen. Man spricht vom sogenannten Abblenden sobald man das Objektiv schließt.

Dadurch wird die Lichtmenge, welche das Objektiv durchlässt, eingestellt. Dies hat nicht nur unter anderem Einfluss auf die Helligkeit des Bildes, sondern gibt dem Fotograf auf die Möglichkeit die Schärfe des Bildes zu beeinflussen. Die Fotografen nennen das Tiefenschärfe oder Schärfentiefe.

Neben der Blende beeinflussen auch die Belichtungszeit und der ISO die Helligkeit des Bildes.

Hinweis: Wenn du von vorne in das Objektiv reinschaust ist die Blende immer maximal geöffnet. Erst beim Auslösen der Kamera werden die Blendenlamellen geschlossen. Du kannst das dann beobachten.

Tipp: Viele Kameras haben vorne Links oder rechts neben dem Objektiv Bajonett einen kleinen Knopf mit dem man eine sogenannte Blenden Vorschau erzeugen kann. So kannst du bereits vor dem Auslösen die Auswirkungen auf die Helligkeit durch die Blende sehen.

 

Blendenzahl

Die Blendenzahl gibt die Größe der Öffnung der Blende an. Dabei spricht man von einer kleinen Blende oder einer großen Blende.

Und hier liegt oft die Verwirrung. Denn eine kleine Blende bedeutet nicht, dass die Blendenzahl klein ist. Sondern genau umgekehrt. Kleine Blende(Blendenöffnung) = große Blendenzahl / große Blende (Blendenöffnung) = kleine Blendenzahl.

Dabei wird diese Zahl häufig mit einem F vor der Zahl angegeben.

Die Zahlenreihe der Blende ist wie folgt:

1 – 1,4 – 2 – 2,8 – 4 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32

Wenn du manche Zahlen davon auf deiner Kamera nicht findest liegt das in der Regel daran, dass vor allem günstigere Zoom Objektive erst bei Blende 3,5 oder 5,6 starten und sich dann auch abhängig von der Brennweite des Objektives mit verändern. Viele Fotografen bevorzugen daher auch so genannte Festbrennweiten. Diese haben häufig deutlich größere Blenden (kleinere Zahlen) und erlauben so das Spiel mit der Tiefenschärfe und sind auch in dunkleren Umgebungen fähig genug Licht auf den Sensor kommen zu lassen. Dadurch wird das Bild heller.

 

Fazit: Mit der Blende steuerst du die Tiefenschärfe und die Helligkeit des Bildes. Wenn du gerade erst am Anfang stehst oder nicht so viel Geld in die Fotografie investieren möchtest solltest du mit dem Gedanken spielen eine 50mm Festbrennweite mit Blende 1,8 (oder 1,4) zu kaufen. 50mm ist das Optimale Objektiv um Portraits, Produktaufnahmen oder generell in vielen Situationen zu fotografieren. Viele Hochzeitsfotografen und Portraitfotografen verwenden dieses Objektiv.

Solltest du aber lieber auf ein Zoom Objektiv setzen wollen, weil du z.B. viel im Urlaub fotografierst oder immer flexibel sein möchtest, empfehle ich dir in ein Zoom Objektiv mit durchgängiger Blende zu investieren. Diese sind meistens etwas teurer aber bieten die Möglichkeit viel Licht einzufangen und nicht beim zoomen die Blende zu verändern.

Hier sind ein paar der beliebtesten Objektive für verschiedene Kamera Modelle: